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Max-Philipp-Weg

Herzog Maximilian Philipp wurde am 30. September 1638 als zweiter Sohn des Kurfürsten Maximilian I. in München geboren. Nachdem sein Vater auf dem Tauschwege mit Herzog Albrecht VI. im Jahre 1650 die Landgrafschaft Leuchtenberg erworben hatte, vermachte er sie 1663 seinem Zweitgeborenen als Erbe.

Max Philipp heiratete am 24. April 1668 die erst 16-jährige französische Prinzessin Mauritia Febronia  de la Tour d’Auvergne, Herzogin von Bouillon. Im Ehevertrag war das Schloss Pfreimd als eventueller Witwensitz bestimmt worden, was allerdings wegen des ruinösen Zustandes und der Baufälligkeit des Pfreimder Schlosses nicht verwirklicht wurde. Mit der Heirat  erhielt Maximilian Philipp auch noch die Herrschaft Schwabegg mit dem Hauptort Türkheim, das er später auch zu seinem Residenzort machte, um dem frostigen Klima am Münchener Hofe zu entgehen (Mauritia Febronia und die Kurfürstin Adelheid Henriette waren sich nicht „grün“).

Nach dem Tode des Kurfürsten Ferdinand Maria am 26. Mai 1679 übernahm Max Philipp die Vormundschaft über den erst 16-jährigen Thronfolger Max Emanuel. Da die ungeliebte Kurfürstin bereits 1676 gestorben war, hatte Mauritia Febronia auch die Rolle der First Lady in Bayern zu übernehmen.

Die besondere Tragik im Leben des Herzogspaares war die Kinderlosigkeit. Mauritia Febronia unternahm alles Mögliche, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen und ließ sich sogar vom Augustinerpater Frere Auge behandeln. Die tief religiöse Herzogin verbrachte viele Stunden vor dem Gnadenbild in der Gruftkapelle in München in tiefem Gebete, pilgerte auch nach Loreto und ließ gemeinsam mit ihrem Gatten sowohl in Türkheim als auch in Pfreimd auf dem Eixlberg Loretokapellen errichten.

Weiterer Ausdruck der tiefen Religiosität des Herzogspaares war u.a. die Errichtung der Eixlbergkirche und der Neubau unserer herrlichen Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Herzog Maximilian Philipp starb am 22. März 1705 in Türkheim und wurde in der Herzogsgruft der Münchener Michaelskirche beigesetzt. Bereits am 20. Juni 1706 starb auch Mauritia Febronia im Türkheimer Schloss und wurde im Ordensgewand einer Karmelitin neben ihrem Mann beigesetzt. Übrigens unweit davon steht heute der Sarg von König Ludwig II. Kurz vor ihrem Tode hatte Mauritia Febronia ihr Testament gemacht, in dem sie ihren gesamten Besitz Orden, religiösen Stiftungen, Armen und ihren Bediensteten vermachte.

Die Stadt Pfreimd ehrt das Andenken an Maximilian Philipp, der sich übrigens auch Herzog von Leuchtenberg nannte, durch die Widmung des „Max-Philipp-Weges“.

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