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Woher kommt der Name Pfreimd ?

Der Fluss - "Die Pfreimd"
Der Fluss - "Die Pfreimd"

Es handelt sich um einen Nebenfluss der Naab in der Oberpfalz.

Im Tschechischen wird "Prima" für Pfraumberg im Böhmerwald gebraucht, i.J. 1148 "castrum Přimda" genannt und an einem Quellbach der Pfreimd gelegen.

Eine Erklärung aus dem Tschechischen scheidet aus. Kein slawischer Name hat in Nordostbayern die Verschiebung des p zu pf mitgemacht, denn die Wenden sind erst seit etwa 740 als "Reichswenden" angesiedelt  worden, als die zweite Lautverschiebung schon vorbei war. Eine Erklärung aus dem Germanischen lässt sich nicht finden; eine keltische kommt deshalb nicht in Betracht, weil das anlautende p erhalten geblieben ist. 

Für den Fluss wird 1347 "zu der Pfreimde", 1356 "auf dem Wasser Pfrimde", für den gleichnamigen Ort 1156 "Phrimede" geschrieben. Wir kommen auf einen alten Flussnamen "Primida" oder "Primuda". Nun gibt es in Rußland einen Fluss namens "Pripet", wobei pri "bei an, um" bedeutet. Ein "Mida" lässt sich in Flussnamen nicht nachweisen, wohl aber ein "Muda", das an indogermanisch "meu oder mu" gleicht "feucht modrig" anknüpfen kann. Primuda muss Nebenbach bedeutet haben, was für die heutige Pfreimd als Nebenfluss der Naab zutrifft. Daraus lässt sich sowohl die tschechische als auch die Bayerische Form erklären. Im Germanischen musste bei der zweiten Lautverschiebung "Pfrimuda" entstehen, das später zu "Pfrimede" abgeschwächt worden ist und lautgerecht zu Pfreimd geführt hat. Aus dem Bayerischen hat das Wendische in der östlichen Oberpfalz den Namen übernommen und an das Tschechische weitergegeben. Damit wird deutlich, dass es auch in der Oberpfalz eine indogermanische vorkeltische Bevölkerung gegeben hat, die dieselben Sprachmerkmale wie sonst in Süddeutschland besessen hat.

Erstmals urkundlich wird Pfreimd i.J. 1118 genannt, als in einer von Markgraf Diepold ausgestellten Schenkungsurkunde des Benediktinerklosters Reichenbach ein Meginhard de Phrime als Zeuge erschein. Als gesichert gilt, dass Pfreimd i.J. 1156 unter Meginhard de Phrimede als Burgort genannt wird.

Quelle: "Geschichte der Stadt Pfreimd"

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